Ausstellung der VVN-BdA
Neofaschismus in Deutschland

Frauenverachtung und Mutterkult

Kranzniederlegung bei einem Naziaufmarsch in Halbe 2003.

Die Neofaschisten lehnen die Gleichberechtigung von Frau und Mann ab. Das Recht, selbst über Berufstätigkeit und Kinder zu entscheiden, wird Frauen von Neofaschisten bestritten. Leitbild ist die Frau, die sich dem Mann unterordnet, sich für möglichst viele Kinder aufopfert und "Volk und Vaterland" dient. Emanzipation ist verpönt, der Begriff selbst wird umgedeutet: Wirkliche Emanzipation sei es, wenn die Frau sich freiwillig beugt und dient. Ansätze, Frauen in direkte neofaschistische Aktionen einzubinden, dienen vor allem der Propaganda und haben am traditionellen Frauenbild nichts Wesentliches verändert.

Flugblatt des "Republikanischen Bundes der Frauen"

"Deutsche Stimme", Nr. 4/2002

"Ein Volk, das tatenlos zusieht, wie seine Familie zerstört wird oder ihre Kraft verliert, wird untergehen, weil es ohne gesunde Familien kein gesundes Volk gibt. Kindergeld als volkspolitische Maßnahme des Staates darf nur an deutsche Familien ausgezahlt werden. ... Die Leistung der Hausfrau als Mutter ist mit keiner Arbeitsleistung anderer Berufe zu vergleichen. ... Sie sollte nicht aus finanziellen Gründen außerhäuslich arbeiten müssen, da der Beruf in der Familie sie voll auslastet."

Aus dem Parteiprogramm der NPD

Sanitäterinnen des "Braunen Kreuzes"

"Es gilt weiter, als Kameradin an der Seite des deutschen Mannes zu stehen im Kampf um die heiligsten Güter ... Sie muß den Müden neue Kraft geben ... Wir kämpfen nicht um Frauenrechte, sondern wir wollen dem Vaterland unsere Pflicht erfüllen. Das Vaterland braucht Mütter! Weil nur wahre Mütter Helden gebären, erziehen und begeistern können."

Elsbeth Zanders: "Weg und Ziel des Deutschen Frauenordens", Völkischer Beobachter, 23. Januar 1926

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