Feindbilder
Neofaschisten fühlen sich dadurch ermutigt, dass in der Gesellschaft Ausländer, Obdachlose oder Drogenabhängige häufig als "Schmarotzer" und "Kriminelle" abgewertet werden. Diese Feindbilder führen dazu, dass die Zahl derjenigen größer wird, die solche Übergriffe offen oder heimlich gutheißen.
In neuerer Zeit werden oft Gewerkschafter und jüdische Mitbürger diffamiert. Neofaschisten greifen dies als Bestätigung ihrer Position begierig auf.
"Die Gewerkschaften müssen entmachtet werden, damit es wieder eine fortschrittliche Politik geben kann (...) Gewerkschaften sind eine Plage für unser Land."
Guido Westerwelle, Vorsitzender der FDP,
Neue Osnabrücker Zeitung, 22. März 2003
"Wer den Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche fragen."
Friedrich Merz, CDU-Fraktionsvorsitzender im Deutschen
Bundestag, über den Widerstand der Gewerkschaften gegen die
Verschlechterung des Kündigungsschutzes,
Der Spiegel, 28. Februar 2003
"Wir brauchen weniger Ausländer, die uns ausnützen, und mehr, die uns nützen."
Günther Beckstein (CSU), bayerischer Innenminister,
Focus Magazin, 10. Juni 2000
"Die Grenze der Belastbarkeit Deutschlands durch Zuwanderung ist überschritten."
Otto Schily (SPD), Bundesinnenminister, in einem Interview
Tagesspiegel, 15. November 1998











