Ausstellung der VVN-BdA
Neofaschismus in Deutschland

Nur der Starke gewinnt?

Selbsternannte Eliten (zum Beispiel Burschenschaften, hier bei einem Treffen in Eisenach) maßen sich an, über das Schicksal aller Bürger zu bestimmen.

Nur der Starke gewinnt - dieses in unserer Gesellschaft allgemein anerkannte Motto passt zum sozialdarwinistischen Menschenbild des Neofaschismus. Deshalb profitieren Neofaschisten davon, dass unter den Schlagzeilen "Globalisierung" und "Neoliberalismus" soziale Sicherungssysteme wie Rente, Arbeitslosenversicherung und Tarifverträge zugunsten der Diktatur des Marktes zerstört werden.

In der ausschließlich auf "Leistung" orientierten Ellenbogengesellschaft, die Durchsetzungsvermögen und Rücksichtslosigkeit zu ihren Tugenden zählt, wächst die Gewaltbereitschaft.

Immer wieder werden auch Obdachlose, die Ärmsten der Armen, als "Asoziale" diffamiert und zu Opfern neofaschistischer Gewalt.

73% Zustimmung: "Nur wer etwas leistet, soll auch etwas verdienen."

Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung 2000

Frankfurter Rundschau, 5. Oktober 2001

"Dafür jeder gegen jeden. Bessere Leistung gewinnt nun mal. Das war schon immer so. Wer, der das bessere Produkt auf den Markt bringt, hat natürlich ne Absatzmöglichkeit. Wer schlechtere Arbeit oder bessere Arbeiter hat, das entscheidet ..."

Aus einem Interview mit einem Auszubildenden, Quelle: 13. Shell-Jugend-Studie

"Nur die Starken überleben", CD-Cover der neofaschistischen Band "Skrewdriver"

"Wir Nationaldemokraten stehen mit aller Konsequenz gegen die verstaubten Ideologien vergangener Jahrhunderte, gegen Aufklärungsutopien und gegen multiethnische Exzesse, denen derzeitig das deutsche Volk ausgesetzt ist. Wir stehen mit einem lebensrichtigen Menschenbild ... für eine soziale Neuordnung in Deutschland, die unserem Menschenbild entspricht."

Aus dem Parteiprogramm der NPD

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