Eine Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten
des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten e. V. (VVN–BdA).
Mit Unterstützung der Vereinten Dienstleistungs-
gewerkschaft ver.di – Landesbezirk Nord
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Inhaltliche Parallelen

Neofaschisten profitieren davon, dass ihre Vorstellungen auch bei anderen Menschen in Bruchstücken vorkommen. Durch Studien wird gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber Frauen, Migranten, Obdachlosen, Drogenabhängigen, Homosexuellen, Muslimen und Juden in erheblichen Teilen der Bevölkerung belegt. An diese Vorurteile knüpfen immer wieder demokratische Politiker und Medien an und eröffnen Neofaschisten dadurch Handlungsspielräume.

Foto: AP/Diether Endlicher

München, Frühjahr 2008: Die CSU München geht mit dem Ruf nach dem starken Staat in den Wahlkampf.

Einige tausend CDU-Mitglieder unterzeichneten den Appell »Linkstrend stoppen « vom Februar 2010, in dem gegen den angeblichen Linkstrend der Partei polemisiert wird. Inhaltlich gibt es deutliche Überschneidungen zu den Themen und Thesen der neofaschistischen Szene.

Foto: AP/Daniel Roland

»Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer.«

Roland Koch, CDU, Ministerpräsident Hessen, 28.12.2007, Bild-Zeitung

Foto: Christian Ditsch/version

»Die Diskussion nach der Karlsruher Hartz-IV-Entscheidung hat sozialistische Züge. ... Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.«

Guido Westerwelle, FDP, Außenminister, 11.02.2010, Die Welt

Foto: Bundesbank

»Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. ... Man muss davon ausgehen, dass menschliche Begabung zu einem Teil sozial bedingt ist, zu einem anderen Teil jedoch erblich. Der Weg, den wir gehen, führt dazu, dass der Anteil der intelligenten Leistungsträger aus demographischen Gründen kontinuierlich fällt.«

Thilo Sarrazin, SPD, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, 04.10.2009, Lettre International (Nr. 86/2009)



Auflagenstarke Medien bedienen nicht selten ausländerfeindliche Vorurteile.

Antisemitische Vorurteile weit verbreitet

  Ost   West
%
15,4
 
18,5
 
13,2
 
15,4
 
16,3
 
14,0
 
 

Auch heute noch ist der Einfluss der Juden zu groß

Die Juden arbeiten mehr als andere Menschen mit üblen Tricks, um das zu erreichen, was sie wollen

Die Juden haben einfach etwas Besonderes und Eigentümliches an sich und passen nicht so recht zu uns

Aus: »Bewegung in der Mitte, Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2008 - mit einem Vergleich von 2002 bis 2008 und der Bundesländer« von Oliver Decker und Elmar Brähler, Hrsg. Friedrich-Ebert-Stiftung 2008

Verpasster Neuanfang - Fragwürdige Erben Organisatorische Überschneidungen
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